| Funktionsweise und Aufbau einer Shisha |
![]() Eine Shisha ist ein traditionelles orientalisches Rauchgerät, mit dem spezieller Shishatabak geraucht wird. Sie ist unter vielen Namen bekannt, beispielweise: Wasserpfeife, Nargile, Hookha, Argile, Sheesha. Der Tabak Shishatabak ist wesentlich feuchter als herkömmlicher Pfeifen- und Zigarettentabak. Traditionell enthält der Tabak einen Anteil Feuchthaltemittel von min. 20 %, teilweise bis zu 40 %. Das dem Tabak zugesetzte Feuchthaltemittel besteht aus Melasse, Glycerin und auch Honig. Nur feuchter, "klebriger" Tabak ermöglicht eine zufriendenstellende Rauch- und Aromaentwicklung. In Deutschland verkaufter Shishatabak enthält aufgrund der deutschen Tabakverordnung höchstens 5 %. Feuchthaltemittel. Es ist dringend angeraten in Deutschland erworbenen Shishatabak vor dem Rauchen mit Feuchthaltemittel zu vermischen, um ihn mit der Shisha "rauchbar" zu machen. Ein weitverbreitetes Missverständnis ist es, daß mit orientalischen Shishas Haschisch / Marihuana konsumiert werde - mit der orientalische Wassserpfeife raucht man jedoch aromatischen Tabak in geselliger Runde und angenehmer Atmosphäre zur Entspannung. Die Kohlen Zum Erhitzen des Tabaks stehen zwei unterschiedliche Sorten Kohlen zur Verfügung. Selbstzündende Kohlen Die Tabletten der aus Kohlenstaub gepressten selbstzündenden Kohlen sind mit Schwarzpulver versetzt. Dies ermöglicht ein schnelles und unkompliziertes Entzünden der Kohlentablette, einfach durch die Flamme eines Streichholzes oder Feuerzeugs. Einmal entzündet glüht selbstzündende Kohle ohne weitere Wärmezufuhr durch, bis sie gebrauchsfertig ist. Als nachteilig kann der spezifische Geruch beim Entfachen der Kohle empfunden werden. Die Brenndauer selbstzündender Kohle beträgt ca. 60 - 90 Minuten. Naturkohlen Naturkohlen werden meist aus Kokosnussschalen hergestellt. Sie enthalten kein Schwarzpulver als Branbeschleuniger und benotigen zum Durchglühen eine hohe Wärmezufuhr. Dazu kann beispielsweise eine Gasflamme (z.B. eines Campingkochers), ein spezieller Hohlenanzünder oder ein auf der Herdplatte erhitzer Top verwendet werden. Einmal entzündet und vollständig durchglüht besitzt Naturkohle einen wesentlich höheren Heizwert als selbstzündende Kohle. Die Brenndauer ist ebenfalls etwa doppelt so lang, sie beträgt bis zu zwei Stunden. Der Nachteil des schwereren Entzündens wird von vielen Shishakennern gerne in Kauf genommen, da Naturkohle nicht nur heißer glüht, sondern vor allem während des Rauchens mit einer Shisha nahezu geschmacksneutral ist. Der Weg des Rauches durch die Shisha Auf den befüllten Tabakkopf werden glühende Kohlen gelegt - nicht direkt auf den Tabak sondern auf eine über den Tabakkopf gespannte, mehrfach durchstochene Alufolie oder ein spezielles Sieb. Die Kohle bringt den Tabak zum dampfen, der entstehende Rauch gelangt durch die Rauchsäule in das mit Wasser gefüllte Glas. Auf dem Weg durch die Rauchsäule wird der Rauch gekühlt (kühler Rauch "schmeckt" besser) und bereits vorgefiltert, es bilden sich Ablagerungen an den Innenwänden der Rauchsäule. Je länger die Rauchsäule, desto kühler und besser vorgefiltert der Tabakrauch. Durch das untere Ende der Rauchsäule, das Tauchrohr, gelangt der Rauch blubbernd in das Wasserglas. Das Wasser filtert und kühlt Tabakrauch ebenfalls, ein Diffusoraufsatz auf dem Tauchrohr verstärkt diese Wirkung noch. Durch einen angeschlossenen Schlauch kann nun der auf der Wasseroberfläche schwebende Rauch angesogen werden und gelangt durch den Schlauch bis zum Mundstück. Standfestigkeit einer Shisha: Je größer die Gesamthöhe der Shisha, desto breiter sollte die Bodenauflagefläche des Wasserglases sein, um eine möglichst hohe Kippstabilität zu gewährleisen. Weiterhin ist natürlich ein hohes Eigengewicht des Glases vorteilhaft. Bei unebenem Untergrund (beispielsweise auf einer Wiese) empfielt sich auch bei kleineren Shishas ein schweres Glas mit großer Auflagefläche. |








